Schlagwort: Philosophie

Was ist Philosophie?

Die Frage »Was ist Philosophie?« kann man erst spät stellen und nur mit Freunden erörtern. Giorgio Agamben umkreist sie daher in seinem Buch mit fünf emblematischen Essays zur Stimme, zum Sagbaren, zum Erfordernis, zum Proömium und zur Muse. Er verbindet archäologische Untersuchung und theoretische Reflexion und geht Fragen nach: wie das Konzept Sprache erfunden wurde, welchen Ort das Denken in der Stimme hat, was unter einer platonischen Idee zu verstehen ist und wie man das Verhältnis von Philosophie und (Natur-)Wissenschaft bestimmen muss. Am Ende wird das philosophische Schreiben – ein Problem, mit dem sich Agamben unausgesetzt beschäftigt hat – zum Präludium eines Werks, das ungeschrieben bleiben muss.

Für Fans von: Derrida, Deleuze. Altgriechischkenntnisse von Vorteil.

Giorgio Agamben, geboren 1942, lehrt heute als Professor für Ästhetik an der Facoltà di Design e Arti der Universität Iuav in Venedig, an der European Graduate School in Saas-Fee sowie am Collège International de Philosophie in Paris. Sein Werk ist in zahlreiche Sprachen übersetzt. Im S. Fischer Verlag sind zuletzt erschienen ›Nacktheiten‹ (2010), ›Höchste Armut. Ordensregeln und Lebensform‹ (2012), ›Das unsagbare Mädchen. Mythos und Mysterium der Kore‹ (2012, gemeinsam mit Monica Ferrando), ›Opus dei. Archäologie des Amts‹ (2013), ›Die Macht des Denkens‹ (2013), ›Stasis. Der Bürgerkrieg als Paradigma‹ (2016) sowie ›Die Erzählung und das Feuer‹ (2017).

Ausnahmezustand

Nach „Homo sacer“ und „Was von Auschwitz bleibt“ – Teil 1 und Teil 3 von Giorgio Agambens vieldiskutiertem Homo-sacer-Projekt – folgt nun mit Ausnahmezustand der in sich geschlossene erste Band des zweiten Teiles.

Der Ausnahmezustand, d. h. jene Suspendierung des Rechtssystems, die wir als Provisorium zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Krisensituationen zu betrachten gewohnt sind, wird vor unseren Augen zu einem gängigen Muster staatlicher Praxis, das in steigendem Maße die Politik bestimmt. Agambens neuestes Buch ist der erste Versuch einer bündigen Geschichte und zugleich Fundamentalanalyse des Ausnahmezustandes: Wo liegen seine historischen Wurzeln, und welche Rolle spielt er – in seiner Entwicklung von Hitler bis Guantanamo – in der Gegenwart?

Wo der Ausnahmezustand zur Regel zu werden droht, sind die Institutionen des demokratischen Rechtsstaats und das verfassungsgemäße Gleichgewicht der Gewalten gefährdet, und die Grenze zwischen Demokratie und Diktatur verschwimmt. In Auseinandersetzung mit verschiedenen theoretischen Annäherungen an das Phänomen des Ausnahmezustands – zu nennen sind in erster Linie Walter Benjamin, Carl Schmitt und Jacques Derrida – vermißt Agamben das von den meisten Theoretikern gemiedene Niemandsland zwischen Politik und Recht, zwischen der Rechtsordnung und dem Leben und wirft ein neues Licht auf jene verborgene Beziehung, die das Recht an die Gewalt bindet.

Giorgio Agamben wurde 1942 in Rom geboren. Er studierte Jura, nebenbei auch Literatur und Philosophie. Der entscheidende Impuls für die Philosophie kam allerdings erst nach Abschluß des Jura-Studiums über zwei Seminare mit Martin Heidegger im Sommer 1966 und 1968. Neben Heidegger waren seitdem Michel Foucault, Hannah Arendt und Walter Benjamin wichtige Bezugspersonen in Agambens Denken.

Generation Chillstand

Rafft euch auf!

Die Jahrgänge nach 1980 gelten als gebildet, smart, kreativ, mit vielen Freunden, Fotos und Videos im Netz. Noch nie standen jungen Menschen so viele Möglichkeiten zur Verfügung, doch man bekommt immer wieder den Eindruck, sie ergreifen sie nicht. Sie begnügen sich mit der Jagd nach Statussymbolen und Diplomen, versuchen verbissen, den Status quo aufrecht zu erhalten, den sie von klein auf kennen. Statt die Zukunft zu gestalten, verharren sie bewegungslos als Wurmfortsatz der Vorgängergeneration in ihrer kleinen heilen Welt. Das kann zu bösem Erwachen führen, wie sich nicht nur bei der Brexit-Abstimmung zeigte. Matuschek ruft zum Aufbruch auf, zum selbständigen Denken und Handeln, zum Ausbruch aus der Blase der Überbehütung und Gleichgültigkeit und macht Vorschläge, wie man aus dem kognitiven Gefängnis ausbrechen kann.

Die Freiheit in der Liebe

Als »Die Freiheit in der Liebe« 1967 in Frankreich erschien, 150 Jahre nach der Niederschrift, wurde das Buch begeistert aufgenommen und galt als Vorläufer einer sexuellen Revolution. Fourier kritisiert scharf die »Zivilisation« seiner Zeit und erarbeitet ein alternatives Gesellschaftsmodell, die »Harmonie«, die auf dem Ende der monogamen Ehe, der Vervielfältigung von Liebesbeziehungen jeder Art und einer absoluten Gleichheit der Geschlechter basiert. Fourier, immerhin ein Mann des 18. Jahrhunderts, lässt auch Homosexualität, Fetischismus und andere als »pervers« geltende Praktiken als Varianten der Leidenschaft gelten; von den edelsten Gefühlen bis zu den absurdesten sinnlichen Manien, von der heiligen Liebe bis zu schlüpfrigsten Phantasien gilt ihm alles als gleichwertig.
Als Visionär und Utopist entwirft er eine offene Gesellschaft, in der neue Regeln keine Verbote mehr sind, sondern Protokolle sozialer, erotischer, ästhetischer Spiele.

Margarete Stokowski, kämpferische Feministin mit spitzer Feder, hat diesem wiederzuentdeckenden Sozialutopisten ein aktuelles Vorwort gewidmet.

Charles Fourier, geboren 1772 in Besançon, gestorben 1837 in Paris, Sozialutopist und scharfer Kritiker des Frühkapitalismus. Seine Schriften haben zahlreiche utopische Gemeinschaften und Sozialexperimente inspiriert.

Ein Sommer mit Montaigne

»Lebe den Moment! Sei gesellig! Arbeite nicht zu viel! Auf in die Natur!« Solche Aufforderungen hört man gerne. Vor allem, wenn sie von einem der klügsten Köpfe Frankreichs stammen: von Michel de Montaigne. Mit großer Klugheit und Leidenschaft erklärt Antoine Compagnon, was Montaigne uns auch heute, in einer Welt der Höchstleistung und Dauervernetzung, noch über große Lebensthemen wie Liebe, Freundschaft und Einsamkeit, Redlichkeit, den guten Schlaf und den Tod sagen kann.

„Ein Glücksfall.“

Der Literaturwissenschaftler Antoine Compagnon, Jahrgang 1950, lehrt am Collège de France in Paris und an der Columbia University in New York. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Bücher geschrieben und ist bekannt für seine mitreißenden Vorlesungen.

Gesammelte Werke

Karl Popper behandelt und kritisiert in diesem Buch zwar vordergründig den Historizismus, das heißt die Lehre, daß es Gesetze der historischen Entwicklung gibt, in seinen antinaturalistischen und pronaturalistischen Ausprägungen. Im Grunde ist das Buch aber viel breiter angelegt. Es ist die erkenntnisfördernde Übertragung von Karl Poppers Wissenschaftslehre auf Politik, Soziologie und Geschichte, für deren Problemstellungen es neue überraschende Lösungen aufzeigt. Jeder, der an politischen, soziologischen und historischen Fragestellungen interessiert ist, wird deshalb aus diesem Buch Anregungen und Lösungsvorschläge entnehmen können, die heute noch so aktuell sind wie vor 50 Jahren. Das Buch ist ein Standardwerk der Anwendung wissenschaftlicher Theorien auf die konkrete Praxis.

Gesammelte Werke in deutscher Sprache

Das sozialphilosophische Hauptwerk von Karl Popper behandelt vor allem die Geschichte des Historizismus, das heißt, die Idee eines gesetzmäßigen historischen Ablaufs, bei Platon (Band I) sowie bei Hegel, Marx und deren Nachfolgern (Band II). Es enthält außerdem eine Vielzahl von Erörterungen über erkenntnistheoretische, philosophische, ethische und politische Fragen, die bis heute von brennender Aktualität sind. Daß dieses Buch seit 1945 in 23 Sprachen übersetzt wurde, macht deutlich, daß Poppers ‚Kriegsbeitrag‘ weit mehr ist als eine originelle Auseinandersetzung mit den philosophischen Systemen von der Antike bis heute.Die Theorie der offenen Gesellschaft, also die ständige schrittweise Verbesserung von Institutionen in parlamentarisch-demokratischen Gesellschaften, ist in diesen beiden Bänden so gründlich entwickelt, daß alle an der Begründung und Weiterentwicklung von Zivilgesellschaften interessierten Personen sich mit ihr auseinandersetzen sollten.

Die Kunst des Liebens

Das bekannteste Werke Erich Fromms: ›Die Kunst des Liebens‹.

Lieben ist eine Kunst, die gelernt sein will. Der Lernprozess ist der einer jeden Kunst: Man muss sowohl die Theorie als auch die Praxis beherrschen. Da dies aber bekanntlich nicht so einfach ist, muss einem – so Erich Fromm – »die Meisterschaft in dieser Kunst mehr als alles andere am Herzen liegen.«

Nur leider tut sie es viel zu selten. Auch wenn die Liebe in all ihren Facetten heute mehr denn je beredet, beschrieben, gedreht und gewendet wird – wir vergessen darüber allzu leicht, dass sie nach wie vor und vor allem Arbeit an uns selbst bedeutet. Erich Fromms bekanntestes Werk berührt und bewegt seine Leser seit vielen Jahrzehnten. Er weist uns darauf hin, dass man sich nicht nur lieben lassen darf, sondern auch etwas tun muss, um das Lieben zu lernen.Nur der Glaube an die eigenen menschlichen Kräfte und der Mut, auf diese Kräfte zu vertrauen, macht uns zu Menschen, die anderen Liebe geben können. Nicht lieben lassen, sondern lieben lernen ist das Motto.

Erich Fromm, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, wurde am 23. März 1900 in Frankfurt am Main geboren. Nach seiner Promotion in Soziologie 1922 in Heidelberg kam er mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds in Berührung und wurde Psychoanalytiker. 1933 verließ er Deutschland, zunächst ging er nach Genf. 1934 emigrierte er in die USA, wo er an verschiedenen Instituten lehrte, und anschließend, von 1950 bis 1974, an der Universität von Mexiko City unterrichtete. Seine einflussreichsten Werke sind ›Die Furcht vor der Freiheit‹, ›Die Kunst des Liebens‹ und ›Haben oder Sein‹. Er starb 1980 in Locarno in der Schweiz.

Rainer Funk, Dr. phil., Jahrgang 1943, ist Psychoanalytiker und lebt in Tübingen. Er studierte Philosophie und Theologie und hat über Erich Fromms Sozialpsychologie und Ethik promoviert. Er war 1974 bis zu seinem Tod 1980 Fromms Assistent und gab die 10-bändige Gesamtausgabe seines Werks heraus. Von Erich Fromm als literarischer Rechte- und Nachlassverwalter eingesetzt, hat er aus dem Nachlass und der Bibliothek Erich Fromms das Erich-Fromm-Archiv aufgebaut und ist im Vorstand der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft. Zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem: ›Erich Fromm heute. Zur Aktualität seines Denkens‹, ›Ich und Wir. Psychoanalyse des modernen Menschen‹, ›Der entgrenzte Mensch. Warum ein Leben ohne Grenzen nicht frei, sondern abhängig macht.

Die Seele des Menschen

Mit Erich Fromm den Menschen verstehen

Erich Fromm thematisiert in diesem Buch die Fähigkeit des Menschen zu zerstören, seinen Narzissmus und seine inzestuöse Fixierung. Für Fromm erhebt sich die Frage, »ob wir uns auf eine neue Barbarei zubewegen … oder ob eine Renaissance unserer humanistischen Tradition möglich ist«.

 

Erich Fromm, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, wurde am 23. März 1900 in Frankfurt am Main geboren. Nach seiner Promotion in Soziologie 1922 in Heidelberg kam er mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds in Berührung und wurde Psychoanalytiker. 1933 emigrierte er in die USA, wo er an verschiedenen Instituten lehrte, und anschließend, von 1950 bis 1974, an der Universität von Mexiko City unterrichtete. Seine einflussreichsten Werke sind ›Die Kunst des Liebens‹ und ›Haben oder Sein‹. Er starb 1980 in Locarno in der Schweiz.

Rainer Funk, Dr. phil., Jahrgang 1943, ist Psychoanalytiker und lebt in Tübingen. Er studierte Philosophie und Theologie und hat über Erich Fromms Sozialpsychologie und Ethik promoviert. Er war 1974 bis zu seinem Tod 1980 Fromms Assistent und gab die 10-bändige Gesamtausgabe seines Werks heraus. Von Erich Fromm als literarischer Rechte- und Nachlassverwalter eingesetzt, hat er aus dem Nachlass und der Bibliothek Erich Fromms das Erich-Fromm-Archiv aufgebaut und ist im Vorstand der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft. Zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem: ›Erich Fromm heute. Zur Aktualität seines Denkens‹, ›Ich und Wir. Psychoanalyse des modernen Menschen‹, ›Der entgrenzte Mensch. Warum ein Leben ohne Grenzen nicht frei, sondern abhängig macht.

Haben oder Sein

Das neben der ›Kunst des Liebens‹ berühmteste und bedeutendste Buch Erich Fromms

1976, vier Jahre vor seinem Tod, erschien mit ›Haben oder Sein‹ das neben der ›Kunst des Liebens‹ berühmteste und bedeutendste Buch Erich Fromms, in dem er Gedankengänge früherer Werke bewusst anschaulich und prägnant resümiert. In seiner Darstellung steht die Existenzweise des Habens für die Übel der gegenwärtigen Zivilisation, die des Seins aber für die Möglichkeit eines erfüllten, nicht entfremdeten Lebens. Der Mensch, der nicht mehr vom Haben, sondern vom Sein bestimmt wird, kommt zu sich selbst, entfaltet eine innere Aktivität, die nicht mit purer Geschäftigkeit zu verwechseln ist, und kann seine menschlichen Fähigkeiten produktiv einsetzen.

Erich Fromm, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, wurde am 23. März 1900 in Frankfurt am Main geboren. Nach seiner Promotion in Soziologie 1922 in Heidelberg kam er mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds in Berührung und wurde Psychoanalytiker. 1933 verließ er Deutschland, zunächst ging er nach Genf. 1934 emigrierte er in die USA, wo er an verschiedenen Instituten lehrte, und anschließend, von 1950 bis 1974, an der Universität von Mexiko City unterrichtete. Seine einflussreichsten Werke sind ›Die Furcht vor der Freiheit‹, ›Die Kunst des Liebens‹ und ›Haben oder Sein‹. Er starb 1980 in Locarno in der Schweiz..
Rainer Funk, Dr. phil., Jahrgang 1943, ist Psychoanalytiker und lebt in Tübingen. Er studierte Philosophie und Theologie und hat über Erich Fromms Sozialpsychologie und Ethik promoviert. Er war 1974 bis zu seinem Tod 1980 Fromms Assistent und gab die 10-bändige Gesamtausgabe seines Werks heraus. Von Erich Fromm als literarischer Rechte- und Nachlassverwalter eingesetzt, hat er aus dem Nachlass und der Bibliothek Erich Fromms das Erich-Fromm-Archiv aufgebaut und ist im Vorstand der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft. Zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem: ›Erich Fromm heute. Zur Aktualität seines Denkens‹, ›Ich und Wir. Psychoanalyse des modernen Menschen‹, ›Der entgrenzte Mensch. Warum ein Leben ohne Grenzen nicht frei, sondern abhängig macht.

Der Vierte Weg

„Der Vierte Weg“ ist eine der Hauptquellen, aus der wir heute aus der Weisheit Georges I. Gurdjieffs (1866 – 1949) schöpfen können. Es ist die umfassendste Zusammenstellung der Vorlesungen von Peter D. Ouspensky (1878 – 1947) – des wichtigsten Vermittlers von Gurdjieffs Lehren – die je in Buchform erschienen ist. Was ist der „Vierte Weg“? Gurdjieff grenzte einen „Vierten Weg“ ab gegenüber den drei traditionellen spirituellen Wegen: dem des Fakirs, dem des Mönches und dem des Yogi. Während der Fakir sich auf die Wahrnehmung und Erweiterung des Körperbewusstseins (im „ersten Gehirn“) begrenzt, der Mönch auf die des fühlenden Bewusstseins(im „zweiten Gehirn“) und der Yogi auf die des denkenden Bewusstseins (im „dritten Gehirn“), ist der „Vierte Weg“ frei von solchen Begrenzungen. Er integriert die drei traditionellen Pfade sowie die drei Gehirne des Menschen. Gurdjieff hielt den „Vierten Weg“, was seine Effektivität betrifft, den anderen dreien für überlegen. Es ist der Weg des „schlauen“ Menschen.

„Der Vierte Weg“ bedarf keines besonderes Settings – sei es eines Klosters oder eine Höhle im Himalaja; er kann genau dort gegangen werden, wo wir uns befinden. Er hat das Potential, das gesamte alltägliche Leben zu durchdringen. Er steht allen Menschen offen. Kernelemente des Vierten Weges wie die stetige Übung einer bestimmten inneren Achtsamkeit (Selbst-Erinnerung) und die Nicht-Identifikation mit Vorlieben und Abneigungen entfalten ihre Wirkung unabhängig von Kultur und Zeit.Hervorgehoben werden in diesem Buch auch die Bedeutung einer inneren Schule, deren Grundprinzipien erläutert werden. Wir erfahren, wieso der Schüler nur einen Nutzen von dem haben kann, wofür er bezahlt (nicht notwendigerweise Geld), und welche Vorzüge das Lernen in Gruppen dem Schüler bietet.

Die Notwendigkeit der Überprüfung alles Gelernten durch die Schüler wird ebenso betont wie die Bedeutung der Beziehung zum Lehrer. Wesentliche Elemente des Vierten Weges finden sich in heute existierenden Mysterienschulen wieder sowie in der Breite des Spektrums integraler Ansätze zeitgenössischer Spiritualität. Darin spiegelt sich die aktuelle und globale Bedeutung des „Vierten Weges“ für die spirituelleEvolution.Die ursprünglichen historischen Quellen der durch Gurdjieff gelehrten Weisheit liegen für uns im Verborgenen. Fest steht, dass Gurdjieff auf seinen jahrzehntelangen Reisen durch Asien, Nordafrika und Europa in Kontakt mit überliefertem esoterischem Wissen gekommen war. Mit Sicherheit war dieses Wissen in Teilen nicht nur unbekannter sondern auch unpersönlicher Herkunft. Im ersten Satz dieses Buches sagt Ouspensky, „dass die wichtigsten Gedanken und Prinzipien des Systems nicht mir gehören.“ Er fährt fort: „Hauptsächlich dieser Umstand gibt ihm seinen Wert, denn wenn sie mir gehörten, wären sie wie alle anderen Theorien, die vom gewöhnlichen Denken erfunden werden – sie gäben lediglich eine subjektive Sichtweite der Dinge.“

„Der Vierte Weg“ ist ein Lehrbuch im besten Sinne – es besteht in weiten Teilen aus Dialogen zwischen Ouspensky und seinen Schülern. Es berührt, zu lesen, mit welcher Lebendigkeit und welchem Enthusiasmus manche dieser Fragen formuliert wurden, und gleichzeitig zu wissen, dass schon ein langes Menschenleben seither vergangen ist. „Der Vierte Weg“ ist seit Jahrzehnten ein Klassiker der Lehren Gurdjieffs und Ouspenskys und erscheint in dieser edlen Ausgabe nun endlich wieder in deutscher Sprache.

Gedanken

„Ich werde hier meine Gedanken ordnungslos aufschreiben … Das ist die Wahre Ordnung …“ So führt der Naturwissenschaftler und Philosoph Pascal in sein Hauptwerk ein, dessen System die Systemlosigkeit ist. In brillanter Prosa – von aphoristischen Einzelsätzen bis zu ausgefeilten Essays – behandelt er Themen wie Ordnung, Eitelkeit, Elend, Langeweile, Ursachen und Wirkungen, Widersprüche, Zerstreuung, das höchste Gut, Natur, vor allem aber Religion und christliche Moral.
Die vorliegende Gesamtausgabe fußt auf Pascals „unordentlicher“ Originalsammlung und eigenen Abschriften, die seit einigen Jahren als verbindliche Textgrundlage für jede wissenschaftliche Edition gelten.

Sein und Zeit

Die Abhandlung »Sein und Zeit« erschien zuerst im Frühjahr 1927 in dem von Edmund Husserl herausgegebenen »Jahrbuch für Philosophie und phänomenologische Forschung«, Band VIII, und gleichzeitig als Sonderdruck. Als eines der berühmtesten und wirkungsmächtigsten philosophischen Bücher des 20. Jahrhunderts ist es ein unverzichtbarer Quellentext für die Philosophie, übersetzt in über 25 Sprachen der Welt.

Das Sein und das Nichts

Auch mehr als fünfzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung in Deutschland vermittelt dieses Hauptwerk französischer Philosophie neue Denkimpulse. „Das Sein und das Nichts“ stellt eindrucksvoll die unverminderte Aktualität Sartres auch im veränderten geistigen Kontext unter Beweis.