Schlagwort: Demokratie

Über die Demokratie in Amerika

Im ersten Band beschäftigt sich Tocqueville insbesondere mit der Soziologie
des US-amerikanischen Staats. Er analysiert nicht nur die Struktur des
Bundesstaats, sondern auch den Aufbau der Einzelstaaten, die er als Ergebnis
ihrer ethnisch-geografischen und historischen Voraussetzungen beschreibt.
Er setzt sich mit der Allgewalt der Mehrheit in der US-amerikanischen Demokratie
auseinander, die er als die größte Gefahr für das Staatswesen betrachtet.

In diesem Zusammenhang hebt er u. a. die Bedeutung des unabhängigen Rechtswesens
hervor. Mit dem 1840 publizierten zweiten Band beabsichtigt Tocqueville,
allgemeine Züge demokratischer Gesellschaften zu zeichnen, von denen bis
dahin noch kein vollständiges Modell existierte. Er versucht, zur universellen
Problematik einer demokratischen Weltordnung vorzudringen, wobei ihm die
Demokratie in den USA lediglich als Folie dient. Dabei analysiert er Probleme,
die auch in der Gegenwart nicht an Aktualität verloren haben, wie z. B.
das Spannungsverhältnis zwischen den Prinzipien Gleichheit und Freiheit.

Ein wunderbar hellsichtig-analytisches Buch, faszinierend durch seine Einsichten in die Natur des Menschen und der von ihm veranstalteten Politik, von geradezu prophetischer Qualität, was die Entwicklung der Demokratie und ihrer inwendigen Gefährdungen anbelangt – immerhin erschien die Erstauflage bereits 1835. Kölner Stadt-Anzeiger

Was auf dem Spiel steht

Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit: Die Ideen des modernen Staats entstanden während der Aufklärung. Im 21. Jahrhundert haben wir uns längst daran gewöhnt. Dass Populisten mit dem Versprechen einer autoritären Gesellschaft Mehrheiten organisieren, ist dagegen eine neue Erfahrung. Der Historiker Philipp Blom sieht die westlichen Gesellschaften vor einer prekären Wahl: radikale Marktliberale einerseits, autoritäre Populisten andererseits. Sie gaukeln uns einfache Lösungen für die globalen Herausforderungen vor. Nur mit einem illusionslosen, historisch informierten Blick auf die Gegenwart und mit der Überzeugung, dass allen Menschen ein freies Leben zusteht, können wir unsere humane Gesellschaft retten.

“Philipp Blom hat ein ebenso tief- wie abgründigen Diskussionsbeitrag vorgelegt.” Karlheinz Schiedel, Badische Zeitung, 24.10.17

„ein aufrüttelndes Buch“ Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 26.08.17

Wer regiert das Geld?

Wer das Geld regiert, regiert die Welt

Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geld? Woher kommt es und was gibt ihm seinen Wert? Warum sind Banken so mächtig geworden? Von alters her hat derjenige die Macht im Staate, der das Geld schöpft und in Umlauf bringt. Was früher allein römische Herrscher und Könige durften, findet heute weitgehend unter der Kontrolle privater Großbanken statt. Sie erschaffen das Geld und lenken die Finanzströme nach ihren Bedürfnissen. Doch es geht auch anders. Geld kann von der Gemeinschaft geschöpft werden – für Zwecke, über welche die Mehrheit demokratisch entscheidet. Wie können wir diesen Weg einschlagen?

»Der Journalist hat sich auf die Spur des Geldes gemacht und beschreibt, wie mächtig die moderne Finanzwelt geworden ist.« Handelsblatt

Paul Schreyer, geboren 1977, ist freier Journalist u. a. für die Magazine “Telepolis” und “Global Research”. Sein letztes Buch “Faktencheck 9/11” wurde in Fachkreisen mit großem Interesse aufgenommen.

Vom Scheitern der repräsentativen Demokratie

Die parlamentarische Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland ist gescheitert. An die Stelle der Fürsten sind die Parteien getreten. Sie haben die Staatsgewalt okkupiert. Artikel 20 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz – „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ – ist eine Täuschung.