Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute

Die Einheit – eine Abrechnung

Drei Jahrzehnte ist der Fall der Mauer her, aber die innere Spaltung zwischen Ost und West ist nicht überwunden. Trotz der Anpassung an das westliche Lebensmodell zeichnen sich auf der sozialen, mentalen und politischen Landkarte die einstigen Staatsgrenzen der DDR noch trennscharf ab. Warum? – Es wird Zeit, so Daniela Dahn, nicht mehr nur das DDR-Erbe aufzuarbeiten, sondern auch die 30 Jahre danach. Denn so manche Kluft ist mit der Vereinigung überhaupt erst entstanden, ob es um Integration, Medien und Kulturindustrie oder den Verfall unserer Werte geht. Daniela Dahn sieht keinen Anlass für ein „Weiter so“; sie plädiert vielmehr für „Vernunftmaximierung statt Profitmaximierung“.

Daniela Dahn, geboren in Berlin, studierte Journalistik in Leipzig und war Fernsehjournalistin. 1981 kündigte sie und arbeitet seitdem als freie Schriftstellerin und Publizistin. Sie war Gründungsmitglied des «Demokratischen Aufbruchs» und hatte mehrere Gastdozenturen in den USA und Großbritannien. Sie ist Trägerin unter anderem des des Fontane-Preises, des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik, der Luise-Schroeder-Medaille der Stadt Berlin und des Ludwig-Börne-Preises. Bei Rowohlt sind bislang elf Essay- und Sachbücher erschienen, zuletzt «Wir sind der Staat!» (2013).

FROHES NEUES lehrreiches JAHR!

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