Kategorie: Ökologie

Mit dem Elektroauto in die Sackgasse

E-Mobilität heißt das neue Zauberwort. Tesla ist Kult. Winfried Wolf hingegen sieht im Elektroauto nur eine neue Variante zur Intensivierung einer individuellen Auto­mobilität, die für das Klima, die Umwelt und die Städte zerstörerisch ist und jährlich weltweit einen Blutzoll von einer Million Straßenverkehrstoten fordert.

Verkehrt! knoflachers plädoyer für ein anderes leben

Fetischisten des Autoverkehrs, seien es Ingenieure oder Beamte des Ministeriums, begründen den unentwegten Ausbau des Straßennetzes gern mit dem Hinweis, dass es erst zwei bis vier Prozent der Landesfläche Österreichs ausmache. Doch man stelle sich einmal vor, mit dem Körper eines Menschen würde so verfahren. Die Hautoberfläche eines Erwachsenen beträgt rund 20.000 Quadratzentimeter, vier Prozentsind 800. Würden Bahnen von nur einem Millimeter Breite in seinen Körper geschnitten, so würde er durch ein Netz von 80 Metern Länge stranguliert.

Dieser „einschneidende“ Vergleich ist typisch für Hermann Knoflacher, Österreichs bekanntesten Autokritiker und Verkehrsplanungsexperten. Seine Analysen unseres täglichen Umwelt-Irrsinns sollen weh tun, sollen wortwörtlich unter die Haut gehen. Damit sie bei Bürgern und Entscheidungsträgern Empathie, mitfühlendes Denken für den ökologischen Kreislauf wecken. Was bei Knoflacher Umwelt heißt, geht allerdings weit über grüne Umweltpolitik hinaus. Ziel ist eine solidarische, menschen- und naturgerechte Ordnung, national, europaweit, global. „Plädoyer für das andere Leben“ versammelt die besten Knoflacher-Kolumnen, die in „Die ganze Woche“ erschienen sind.

Hermann Knoflacher geboren 1940 in Villach, langjähriger Ordinarius des Instituts für Verkehrsplanung der Technischen Universität Wien, ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Präsident des Club of Vienna, Mitglied des Club of Budapest, globaler Fußgehervertreter der Vereinten Nationen.

Die Öko-Katastrophe

Wie einst die Titanic rast die Menschheit ohne Abbremsen und Kurskorrektur direkt auf die Katastrophe zu. Angesichts der seit Jahrzehnten wachsenden existentiellen Bedrohung durch Umweltzerstörung und globale Erwärmung versagen Politik und Medien, ja, versagt unser Gesellschaftssystem. Die etablierten Medien berichten zwar weitgehend akkurat über wissenschaftliche Tatsachen, unterdrücken jedoch, welchen Anteil unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung an der ökologischen Katastrophe hat. Sie verkürzen Zusammenhänge und verschweigen die Hauptverantwortlichen sowie das wahre Ausmaß der Bedrohung. Die Politik hingegen verspricht, die Katastrophe mit weiteren neoliberalen Reformen aufhalten zu können, will den Teufel also mit dem Beelzebub austreiben. Sie setzt auf Mittel, die den kollektiven Wahnsinn nicht etwa infrage stellen, sondern in Stein meißeln, und die am Ende wieder die Armen belasten und Reichen privilegieren werden. Rubikon, das Magazin für die kritische Masse, hat angesichts dieser Verwirrung einige der klügsten Köpfe weltweit aufgefordert, das Thema aus ihrer Sicht zu analysieren, nach bestem Wissen und Gewissen. Ohne die Zwänge der von Kapital und Eliteninteressen gesteuerten etablierten Medien und Politik. Die Autoren beschreiten Wege abseits bekannter medialer Trampelpfade. Viele kommen zu der Schlussfolgerung: Ohne Systemwandel werden Umweltzerstörung und Klimawandel nicht aufzuhalten sein. Egal, was Sie bisher zum Thema denken, dieses Buch wird Ihren Horizont erweitern.

Mit Beiträgen von Noam Chomsky, Rainer Mausfeld, Chris Hedges, Charles Eisenstein, Franz Ruppert, Ullrich Mies, Nafeez Ahmed, Karin Leukefeld, Florian Kirner, Dirk Pohlmann, Sven Böttcher, Steffen Pichler, Jonathan Cook, Susan Bonath, Wolfgang Pomrehn, Stephan Bartunek, Roland Rottenfußer, Peter H. Grassmann, Murtaza Hussain, Klaus Moegling, Caitlin Johnstone, Medea Benjamín, Anselm Lenz, Felix Feistel, Nicolas Riedl, Jens Bernert, Hermann Ploppa und Jens Wernicke.

Ernährung für ein neues Jahrtausend

John Robbins, Sohn des größten Eiscremefabrikanten der Welt, verzichtete auf sein Erbe und schrieb dieses für den Pulitzer-Preis nominierte Buch, das hinter die Kulissen der heutigen Nahrungsmittelproduktion blickt – mit erschreckenden Enthüllungen. Es zeigt aber auch, wie wir durch die Wahl der richtigen Lebensmittel der Natur und gleichzeitig uns selbst etwas Gutes tun können. Eines der wichtigsten Dokumente des 20. Jahrhunderts!

Das Leben von John Robbins begann inmitten der großen amerikanischen Nahrungsmittelindustrie. Man erwartet von ihm, dass er eines Tages das Unternehmen seines Vaters leiten würde, das sich zu einem der größten Eiscreme-Hersteller der Welt – Baskin-Robbins – entwickelt hatte. Er hatte die Möglichkeit, den amerikanischen Traum von Reichtum und Erfolg im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auszuleben. Der eiswaffelförmige Swimmingpool im Garten seines Elternhauses war ein Symbol für die Zukunft, die ihn erwartete. Als jedoch die Zeit kam, lehnte John Robbins die ihm zugedachte Aufgabe ab. Er hatte einen anderen Traum – von einem Leben in Einklang mit den Gesetzen der Natur, in dem unsere Umwelt respektiert und geschützt wird, in dem unsere natürlichen Ressourcen weise eingesetzt, statt ausgebeutet werden. John Robbins gründete 1989 die EarthSave Foundation, die sich für gesunde Ernährung einsetzt, welche dem Menschen wie auch allem Leben auf diesem Planeten dient. Heute lebt er als Autor in Kalifornien und gilt als einer der profiliertesten Vertreter einer ganzheitlich orientierten Ökologie und Ernährungswissenschaft in den USA.

Wir können es besser

Erst durch negative Umwelteinflüsse konnte COVID-19 zu einer Pandemie werden. Wer nun denkt, dass uns Abstand, Masken und ein unausgereifter Impfstoff auf Dauer retten werden, begreift nicht den Ernst der Lage. Das Coronavirus ist nur ein Symptom. Es steht für einen Lebensraum, der uns zunehmend krankmacht. Anhand neuester Studien zeigt Clemens Arvay erstmals, wie Gesundheitskrisen und Umweltzerstörung zusammenhängen. Dabei weist er nach, dass COVID-19 in Wirklichkeit ein Umweltskandal ist – und dass sowohl Politik als auch Medien seit Monaten viel zu einseitig auf die Krise reagieren und damit fatalen Schaden anrichten. Er fordert einen ökomedizinischen Umbruch – und zeigt, was jeder tun kann, um gesund zu bleiben.

Geplanter Verschleiß

Heute gekauft, morgen entsorgt ob Drucker, Mobiltelefon oder TV-Gerät – fast jeder von uns hat es schon erlebt, dass Produkte bereits kurz nach Ablauf der Garantie reif für den Müll sind. Eine Reparatur lohnt sich nicht oder ist gar nicht erst möglich. Kalkuliert und absichtlich sorgen die Hersteller dafür, dass ihre Produkte frühzeitig kaputt gehen, damit wir Verbraucher mehr konsumieren. Geplanter Verschleiß nennt sich dieses Massenphänomen, das sinnlose Müllberge produziert, enorme Ressourcen verschlingt und jeden Verbraucher etwa 110 Euro pro Monat kostet.

Christian Kreiß setzt sich als erster Wissenschaftler systematisch mit der geplanten Verringerung der Produktlebenszeit auseinander und beweist: Weltweit arbeiten große Konzerne mit dieser Absatzstrategie. Geplanter Verschleiß ist tief in unserem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem verankert und nur einer der Tricks von Großkonzernen, die im Dienste der Gewinnmaximierung für ihre Aktionäre Verbrauchertäuschung und Kundenbetrug in Kauf nehmen. Wenn wir das Phänomen an seiner Wurzel angehen wollen, müssen wir an tiefen gesellschaftlichen Fragen rütteln.

Die Überwindung von geplantem Verschleiß und anderen Arten unnötiger Arbeit öffnet uns als Gesellschaft ungeahnte Freiheiten: Ohne nennenswerte Einbuße von materiellem Wohlstand müssten wir höchstens halb so viel arbeiten wie heute.

Das Supermolekül

Ob der Klimawandel menschengemacht ist oder nicht, ist doch eigentlich nicht die zentrale Frage. Wie und mit welchen Mitteln wir nachhaltig, schonend und „enkeltauglich“ mit unserer Welt umgehen und wie wir Ressourcenkriege vermeiden ist das, was uns wirklich interessiert. Wenn wir erkennen, dass wir nur einen bewohnbaren Planeten haben, der uns alles anbietet, was wir zum Überleben brauchen; wenn wir es endlich schaffen, als Spezies zu denken, zu handeln und Ressourcen entsprechend gerecht zu verteilen, reicht dieses Angebot sogar für alle.

Beim Thema CO2-Ausstoß, regenerative Energien und Elektromobilität scheiden sich dennoch allzu oft die Geister. Wir alle sind süchtig nach Energie, in erster Linie nach Erdöl, dem Stoff der Begierde – vor allem im Autoland Deutschland. Dass aber allein mit Elektrofahrzeugen der Entzug nicht zu schaffen und die Welt nicht zu retten ist, zeigt schon ein Blick auf die seltenen Erden und die vielen Edelmetalle, die in einem Akku verbaut sein müssen. Ganz zu schweigen von der Ladekapazität, die das deutsche Stromnetz wohl um ein vielfaches überfordern würde, sollte jeder Autofahrer pünktlich abends 19 Uhr seinen fahrbaren Akku laden wollen.

Timm Koch, Philosoph, Imker und Buchautor bringt einen neuen Stoff in die Köpfe der industriellen Gesellschaft – einen Stoff, der vielleicht auch süchtig macht, jedoch ohne die herkömmlichen giftigen Nebenwirkungen: Wasserstoff. Wasserstoff ist die saubere Energie-Form der Zukunft, an der aber sträflich zu wenig gearbeitet wird. Timm Koch deckt Lobbyarbeit auf, die die Entwicklung verhindert

Strategien der Natur

Der Wald – ein Wunder der Natur

Alles am Wald ist ein Wunder: jedes Samenkorn, das Geflecht der Wurzeln, das Licht, das durch das Blätterdach scheint, die wohltuend frische Luft. Wie der Wald entstand und was wir ihm zu verdanken haben, davon weiß Erwin Thoma sachkundig zu erzählen. So entstand ein außergewöhnliches Bäume-Buch voller faszinierender Geschichten und Mythen, spannender biologischer Details und wissenschaftlicher Zusammenhänge